Die Implantation

Das Einpflanzen der künstlichen Zahnwurzel kann durch den Zahnarzt in örtlicher oder allgemeiner Schmerzausschaltung erfolgen. In der Regel wird der Eingriff ambulant durchgeführt, so dass der Patient nach der Implantation wie nach jeder anderen zahnärztlichen Behandlung wieder nach Hause gehen kann. Einige Eingriffe sind etwas umfangreicher. Das gilt z. B. für das Setzen von vielen Implantaten in Verbindung mit knochenaufbauenden Maßnahmen. Dieses muss dann erfolgen, wenn Zähne durch einen Unfall oder durch Erkrankungen des Zahnbetts verloren gegangen sind. Hierbei kann auch eine stationäre Behandlung erfolgen. Dies ist jedoch die Ausnahme.

Unter bestimmten Voraussetzungen sind die Zahnentfernung und das Einsetzen eines Implantates in einer Sitzung möglich. Dies ist meist nur bei einwurzeligen Zähnen möglich, die ohne entzündlichen Prozeß verloren gegangen sind. Der Eingriff wird als „Sofortimplantation“ bezeichnet. Häufiger kommt es vor, dass Zähne entfernt werden müssen, weil sie entzündliche Prozesse an der Wurzelspitze aufzeigen, welche nicht mehr therapiert werden können. Hier sollte sie Implantation nicht zeitgleich mit der Entfernung des Zahnes erfolgen. Es sollte eine zeitliche Verzögerung je nach Größe des Defektes von 8-12 Wochen vorliegen, damit das Zahnfach ausreichend mit Knochen durchbaut werden kann.

Erfolgt die Implantation nach 12 Wochen, spricht der Fachmann von einer „verzögerten Sofortimplantation“. Wartet man noch länger bis der Knochen vollständig regeneriert ist, spricht man von einer „Spätimplantation“. Die Implantation sollte nicht zu lange nach dem Entfernen der Zähne erfolgen, damit der Knochen nicht unnötig belastet wird und sich abbaut. Wenn dennoch eine Implantation erst später vorgenommen werden soll oder muss, dann muss der Zahnarzt den Knochen mitbehandeln und vorher wieder aufbauen. Hierfür stehen verschiedene Aufbautechniken mit eigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial zur Verfügung.

Nach der Implantation erfolgt die Einheilzeit, die je nach Knochenstruktur zwischen 2 und 6 Monaten liegt. Erst danach wird ein Abdruck vom Kiefer genommen und der endgültige Zahnersatz angefertigt. Nur in seltenen Fällen können die Implantate am gleichen Tag mit einem Provisorium oder einer definitiven Krone versorgt werden. Man spricht dann von einer „Sofortbelastung“, wobei diese das Risiko des Implantatverlustes erhöhen kann.